Den Tag sollte ich mir im Kalender markieren, denn er starte mit einem großen Ereignis: wir konnten unser lang ersehntes erstes Känguru in freier Wildbahn beobachten! Klingt komisch, ist aber so. Denn auch wenn am Straßenrand überall Warnschilder stehen und man immer meint es müsste gleich ein Känguru um die nächste Ecke gehüpft kommen, ist es in Realität harte Arbeit ein Exemplar zu entdecken! Aber Dank der ausgesprochen intensiven Beobachtung des Wegrandes durch unseren französischen Fahrer (, die mich ansonsten schon das ein oder andere Mal an den Rande eines Herzstillstands gebracht hatte wenn man dann doch einfach mal aus alter Gewohnheit auf der rechten Straßenseite gefahren war, dafür aber sicher einen ganz tollen Baum oder Felsen entdeckt hatte ;-)), kamen wir ja nun doch noch zu der besonderen Ehre.
Wenig später sollte nun auch der wohl berühmteste Teil unseres Weges beginnen: die Great Ocean Road. Die in jedem Reiseführer „wunderschön und einzigartig“ angekündigten Küstenabschnitte ließen wie versprochen auch nicht lange auf sich warten.
Neben wirklich traumhaften Felsen, Klippen und Küsten sollten wir heute ein weiteres Mal das Glück haben ein Australien-typisches Tier in freier Wildbahn zu beobachten: den Koala-Bären. Dieser ist nun wirklich sehr selten außerhalb der Tierparks zu sehen und nicht wenige Backpacker fahren nach einigen Monate der Reise quer durch Australien nach Hause, ohne einmal ein Exemplar gesichtet zu haben. Wir 4 Spürnasen waren jedoch quasi einem Geheimtipp gefolgt, machten an einem Campingplatz halt und sahen gleich dutzende Koalas gemütlich in den Bäumen schlummern, essen oder vor sich hin dösen. Na gut, zugegebenermaßen war der Tipp so geheim auch wieder nicht und so sah man doch die ein oder andere Touristenhorde über den Campingplatz huschen ;-) Trotzdem war es einfach toll, die knuddeligen Tiere einmal aus der Nähe an ihren Eukalyptusblättern mümmeln zu sehen!
Weiter im Programm ging es mit einem kleinen Spaziergang zum Fuße der Ereskine Falls, die in ihrer schon fast grüner als grünen Umgebung wirklich der Wahnsinn waren! Hier hätten wir noch stundenlang durch die Wälder klettern können ohne uns an dem Panorama aus Bäumen, Pflanzen und kleinen Flüssen satt zu sehen.
Nach einem kleinen Rundgang machten wir uns allerdings auf den Weg zu unserem nächsten, recht kuriosen Ziel… Ich zumindest empfand es als eher kurios, denn alles was mir normalerweise in den Sinn kommt wenn ich an einen Golfplatz denke sind ein paar „wichtige“ Menschen die ihr Wägelchen vor sich her schieben, grün, grün und noch mehr grün. Dieser Platz diente allerdings vielmehr dazu das Rätsel zu lösen, wo sich all die ganzen Kängurus verstecken – richtig, auf dem Golfplatz von Lorne! Unendlich viele der Artgenossen mümmelten und hüpften hier ganz gemütlich zwischen grün und Fahnen hin und her.
Nachdem wir uns das Schauspiel ein wenig angeschaut hatten fuhren wir schon das tatsächlich letzte Stück unserer Reise bis nach Melbourne.
8. Tag & 9. Tag – Melbourne
Melbourne hat mich total fasziniert und ich finde diese Stadt einfach toll! Auf der einen Seite ist es eine sehr geschäftige und lebendige Stadt, in der es andererseits aber auch viele nette kleine Cafés und etwas ruhigere Ecken gibt. Hier ein paar Eindrücke, anstatt eines langen Berichts über Sehenswürdigkeiten und so weiter:…
Dir berühmt-berüchtigte Tram:
Die "Victoria Markets" locken mit allerlei leckeren Dingen:
Der Eureka-Tower mit der höchsten Aussichtsplatform Australiens (auf 285m)...
...von wo aus wir später noch den Sonnenuntergang beobachtet haben:
Auf der alternativen Brunswick Street, meiner Lieblingsstraße:
Der Straßenverkehr in Melbouren - ob Tram, Auto, Kutsch oder Fahrrad - alles ist hier vertreten:
Und so ging ein toller Trip, auf dem wir einige der vielen spannenden Facetten Australiens gesehen haben, zu Ende:
Oh wie herrlich! Die Great Ocean Road war so toll und ich liebe Melbourne...da kommen die alten Erinnerungen hoch....Meine Tage hier in Madrid sind nun auch gezählt, nur noch 10 Tage. Ging nun doch schneller als gedacht.
AntwortenLöschenLieben Gruß,
Pia